Webdesigner, Webworker, Webproducer, Webmensch?

Was macht eigentlich ein Webdesigner?

Der Webdesigner betreut den gesamten Projektablauf, von der Planung bis zur Veröffentlichung einer Internetpräsenz, er erhebt i.d.R. eine Bedarfsanalyse mit dem Kunden, erarbeitet die Konzeption (Inhalt, Struktur, Benutzerführung) und die grafische Darstellung (Gestaltung, Farbsystem, Schriften) der Seiten und sollte bei der technischen Umsetzung idealerweise die Dokumente so strukturieren und flexible Darstellungsregeln wählen, daß die Seiten und die Inhalte unabhängig vom Ausgabemedium in jedem Fall sinnvoll angezeigt werden.

Anders als der Printdesigner, der immer für ein bestimmtes Format arbeitet, ist im Webdesign das Ergebnis der Arbeit nie zu 100% berechenbar - viele Dinge haben Einfluß darauf, wie eine Website am Endgerät des Benutzers ankommt.

Sie ist nicht nur abhängig von Betriebssystem, Browser und Ausgabegerät (Flachbildschirm, Notebook, Mobiltelefon, ...), der Nutzer bestimmt darüberhinaus noch selbst, wie groß er seinen Viewport aufzieht, seine Schrift, Kontraste und sonstiges nach persönlichen Bedürfnissen einstellt.

Zitatanfang: Wichtig ist bei all dem aber ein Grundgedanke, an den sich alle Beteiligten leider noch immer gewöhnen müssen: wichtig sind für die meisten Seiten nicht in erster Linie das Layout und die Effekte, sondern der Inhalt. Dieser muss erreichbar sein. Dann kann es vorkommen, daß der IE6 weder Schatten noch runde Ecken hat […]. Da kann es sein, daß die wenigen, die kein Javascript haben, ein paar Effekte […] nicht sehen […].

Das ist alles kein Drama. Das ist Teil des Mediums. Ich wünsche mir mehr Gelassenheit gegenüber den Beschränkungen und Differenzen, die wir beim Zugriff auf dieses Medium haben. Sie sind der Kern der Attraktivität des Internet." Jens Grochtdreis

Lesen Sie den vollständigen Artikel von Jens Grochtdreis: "Webseiten sind noch immer keine Gemälde"
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